Schritt 1: Liquide Geldmittel

Wissenschaftlich fundiert investieren macht für Privatanleger nur dann Sinn, wenn ausreichend liquide Geldreserven vorhanden sind. Denn ein wichtiger Aspekt des Anlageerfolgs ist das Vermögen, eine einmal gefasste Strategie auch über Jahre hinweg durchzuhalten. Da sich die Aufnahme eines Kredits fast immer negativ auf die Vermögensbildung auswirkt, ist ein ausreichend großer Puffer an liquiden Geldmitteln zwingend erforderlich.

Wieviel an liquiden Mitteln?

Wie groß sollte dieser Puffer ausfallen? Eine pauschale Antwort wäre hier sicher Fehl am Platz, denn diese hängt maßgeblich von Ihrer momentanen und mittelfristigen Lebenssituation ab. Ein paar Anregungen für eine individuelle Bedarfsanalyse bietet turboRendite mit dem Liquide-Mittel-Rechner.

Wenn Sie sich vorher noch keine Gedanken über Ihre mittelfristigen, zu erwartenden Anschaffungen gemacht haben, werden Sie vielleicht über die Höhe an notwendigen Bargeldreserven überrascht sein. Reden Sie einfach mal mit Freunden und Bekannten die 5-8 Jahre älter sind als Sie. So finden Sie am leichtesten zu einer wirklich realistischen Einschätzung.

Auch wenn Sie Ihren ermittelten Geldpuffer noch nicht angespart haben, so ist dies kein Beinbruch. Mit etwas Disziplin können die meisten dieses Ziel erreichen. Wem es nicht schnell genug geht, der sollte nicht auf riskante Anlagemöglichkeiten ausweichen, sondern vorher den Artikel »Das beste Investment« hier auf turboRendite lesen.

Das perfekte Tagesgeldkonto

Natürlich sollten Sie auf eine angemessene Verzinsung auch hier nicht verzichten. Ein Tagesgeldkonto bei Ihrer Hausbank oder einer Direktbank bietet sich für den liquiden Anteil an. Es gibt immer wieder attraktive Konditionen für Tagesgeldkonten, jedoch entpuppt sich gerade auch hier eine hohe Verzinsung allzu oft als reines Lockangebot. Daher an dieser Stelle eine kleine Checkliste, die helfen soll, ein Tagesgeldkonto mit wirklich attraktiven Konditionen herauszufinden.

  1. Ist der Anbieter seriös? Was wissen Sie über diesen Anbieter?
  2. Ist das Kapital zu 100% geschützt? Dies ist nur dann der Fall, wenn sich Ihre Bank am Einlagesicherungsfond beteiligt.
  3. Keine Kontoführungsgebühren, keine Depotgebühren, keine Überweisungsgebühren?
  4. Ist das Geld täglich verfügbar?
  5. Kommen Sie leicht an das Geld heran?
  6. Gilt der beworbene Zinssatz nur für eine kurze Anfangsperiode oder nur für Neukunden? Wenn ja, dann ist große Vorsicht angesagt. Nehmen Sie in diesem Fall den Zinssatz von Bestandskunden als Entscheidungsgrundlage.
  7. Unter den Anbietern die jetzt noch übrig sind, wählen Sie denjenigen aus, der den besten Zinssatz anbietet.

Tipp: Bei www.modern-banking.de kann man auch die historische Zinsentwicklung zwischen beliebten Anbietern vergleichen. So kann man diejenigen Anbieter finden, die auch über längere Zeiträume hinweg eine gute Verzinsung geliefert haben.

Festgeld nicht verschmähen

Gerade durch den mittelfristigen Charakter des Geldpuffers kann häufig ein Teil des Geldes auf einem Festgeldkonto verweilen und attraktiver verzinst werden. Wenn vorauszusehen ist, dass eine bestimmte Anschaffung erst in 2-3 Jahren ansteht, dann kann der veranschlagte Teil auf einem Festgeldkonto mit höherer Verzinsung geparkt werden. Dies macht vor allem in Hochzinsphasen Sinn. Bei einer Bindungsdauer von 1-2 Jahren bleibt auch das Zinsrisiko vergleichsweise gering.

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