Das beste Investment

Sie können es sicherlich kaum erwarten, die Goldgrube des wissenschaftlich fundierten Investierens auszuheben. Dennoch wollen wir an dieser Stelle ein paar einfache, übergeordnete Grundüberlegungen anstellen. Denn beim Thema Vermögensaufbau wird gerade das scheinbar Offensichtliche leicht vergessen: Das beste Investment sind Sie selbst!

Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen ist damit das Humankapital gemeint, das jeder in sich trägt: Fachwissen, Führungserfahrung, Sprach- und Computerkenntnisse, Soft- und Hardskills, sprich, all das was Sie zu einer attraktiven und gut bezahlten Arbeitskraft macht. So kann eine gut ausgebildete Fachkraft leicht 1000 EUR mehr im Monat nach Hause bringen. Und damit auch den Vermögensaufbau drastisch beschleunigen. Zum anderen beeinflusst natürlich Ihre Investmenstrategie heute, was in den nächsten Jahren substanziell hinten dabei herauskommt. Bevor wir uns vor allem mit dem letzteren ausführlich beschäftigen werden, wollen wir zunächst kurz auf die Lohntüte eingehen.

Ausbildungsgrad ist immer noch wichtig

Nach wie vor hängt das Einkommen von Berufstätigen in Deutschland stark vom Ausbildungsgrad ab. Bei Ingenieuren zum Beispiel hat eine umfangreiche Auswertung vom VDI (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) ergeben, dass Einstiegsgehälter für FH-Absolventen bei durchschnittlich 37 500 Euro liegen, während ein Hochschulabsolvent mit Doktortitel im Schnitt 50 000 Euro einstreichen kann. Ausbildung zahlt sich also für die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten aus. Der zweit wichtigste Faktor bei den Einstiegsgehältern wird von der Branche bestimmt, dicht gefolgt von der Unternehmensgröße: Das Bruttogehalt bei gleicher Qualifikation fällt in der Autobranche beispielsweise um fast 20% höher aus als im Baugewerbe.

Mindestens ebenso wichtig wie ertragreich ist aber die ständige Weiterbildung über das gesamte Erwerbsleben. Gesucht sind heute zunehmend Kräfte, die sich rasch auf neue Anforderungen und Gegebenheiten einstellen können. In einer globalisierten Welt wird es immer wichtiger, mit international besetzten Teams zurecht zu kommen. Verantwortungsvolle und gut bezahlte Jobs werden daher meist an Mitarbeiter vergeben, die durch Auslandseinsätze, durch den Wechsel in andere Abteilungen und durch den Erwerb von Sprachkenntnissen sinnvoll ins eigene Humankapital investiert haben.

Freude am Job ist das 'A' und 'O'

Diese Statistiken sollen natürlich nicht den Blick darauf verstellen, dass ein hoch dotierter Job nichts nützt, wenn er keine Freude bereitet. Nicht selten jedoch wird die eigene Lebensfreude gerade dann gestärkt, wenn neue Herausforderungen angenommen und erfolgreich umgesetzt werden. In diesem Sinne kann durchaus beides zusammengehen: Mehr Freude am Arbeitsplatz und ein besseres Gehalt auf dem Girokonto.

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