Grundlagen
Der Siegeszug von ETFs (Exchange Traded Funds) als geeignetes Instrument zum Aufbau eines wissenschaftlich fundierten Portfolios ist mittlerweile nicht mehr aufzuhalten. ETFs sind an der Börse gehandelten Fonds und versuchen meist, einen Marktindex wie beispielsweise den DAX 1:1 nachzubilden.
Exchange Traded Funds sind Zertifikaten überlegen
In den letzten Jahren standen ETFs immer wieder in Konkurrenz zu Indexzertifikaten. Doch die Vorteile der ETFs versetzen letzteren zunehmend den Todesstoß: Zum einen ist das Kapital von ETFs als Sondervermögen vor einer Insolvenz geschützt. Zum anderen profitieren ETFs immer in vollem Umfang von den Dividenden- und Zinsausschüttungen des Basiswertes, während der Großteil der Indexzertifikate diese fürs Management einbehält.
Weitere Vorteile der ETFs betreffen neben dem hohen Anlegerschutz vor allem die Transparenz, die sich von der Preisberechnung über die Dividenden bis hin zur Überwachung und Beaufsichtigung der Fondsmanager durch neutrale Stellen wie Wirtschaftsprüfer und der Aufsichtsämter erstreckt. Nicht zu vergessen: ETFs sind sowohl kostentransparent, da sie die Kostenkennziffer TER (Total Expense Ratio) veröffentlichen als auch konkurrenzlos kostengünstig. Die Verwaltungskosten belaufen sich durchschnittlich auf 0,35 Prozent, Tendenz fallend.
Aus all den genannten Gründen werden Sie auf turboRendite nur Angaben zu Index-ETFs finden. Aus den weltweit mehr als 1000 ETFs mit einem Anlagevolumen von 800 Mrd Dollar insgesamt, haben wir diejenigen für Sie herausgesucht, die für den Aufbau eines wissenschaftlich fundierten Portfolios geeignet sind.
Immer mehr Privatanleger entdecken ETFs
In Europa wurden ETFs erst im Jahr 2000 eingeführt. Seitdem entwickelt sich das ETF-Analgevolumen sehr dynamisch und lag im ersten Quartal 2008 bei etwa 90 Millarden Euro. Dabei entdecken neben institutionellen Investoren zunehmend private Anleger die Vorzüge von ETFs. Da Anlageberater 70% aller institutionellen ETF-Anleger ausmachen, ist jedoch davon auszugehen, dass die überwiegende Mehrzahl privater Investoren indirekt über Anlageberater, Banken und Versicherungen in ETFs investiert sind.
Vor diesem Hintergrund geht turboRendite fest davon aus, dass Privatanleger zunehmend den ETF-Markt für sich selbst entdecken werden. Ausserdem wird sich über kurz oder lang herumsprechen, dass gerade im passiv orientieren ETF-Segment, Anlage-, Bank- und Versicherungsberater keinen wirklichen Mehrwert liefern.
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